Internationale Zeitgenössische Kunst

Norbert Thomas wurde 1947 in Frankfurt / Main geboren. Er lebt und arbeitet in Essen.

Von 1969 bis 1974 studierte er an der Hochschule für Bildende Künste und Gesamthochschule Kassel. Ab 1970 entstehen erste systematisch-konstruktive Arbeiten unter Einbeziehung des Zufalls. In den Jahren 1982 bis 1985 lebte und arbeitete er in Santa Cruz de Tenerife.

Von 1987 bis 1991 war Norbert Thomas Professor für Gestaltungslehre an der Fachhochschule Bielefeld und von 1991 bis 2016 Professor für Grundlagen der künstlerischen Gestaltung an der Bergischen Universität Wuppertal. In den Jahren von 1995 bis 2013 hatte er verschiedene Arbeits- und Studienaufenthalte in New York, Madrid, Istanbul, Berlin, Montevideo u.a.. Seine Werke befinden sich in zahlreichen Sammlungen im In- und Ausland.

Norbert Thomas gehört zu jener Generation von Künstlern, die sich für ihre subjektiven Gestaltungsbedürfnisse neue Freiheitsspielräume erobern. Als Vertreter der Konkreten Kunst sucht er nach Wegen, die nicht sichtbare Welt abzubilden. Diese Kunst erhält ihre Bedeutung allein durch Farbe, Form, Linie und Material. Sie steht in der Tradition des russischen Künstlers Kasimir Malewitsch, dessen Gemälde „Schwarzes Quadrat“ (1915) mit alten Regeln der Kunst brach.

„Zufall und Setzung, Freiheit und Ordnung – diese Dialektik bestimmt die Kunst Norbert Thomas’. Damit nimmt er die Bedingungen eines ‚Spiels‘ auf, das sich durch eine größtmögliche Freiheit innerhalb von vereinbarten Regeln definiert”

(Dr. Siegfried Gnichwitz, Katalog Norbert Thomas - Von der Fläche in den Raum).